Spaziergang durchs Kirchenviertel

Historischer Rundgang

Auf dem gemütlichen Spaziergang durch das Kirchenviertel von Gosau erfährt der Besucher jede Menge Wissenswertes über Land und Leute im Gosautal. Auf zahlreichen geschichtlichen Tafeln, die an Kirchen und anderen historischen Gebäuden angebracht sind, können Sie den Ort und seine Vergangenheit kennen lernen. Ein historischer Spaziergang für Erwachsene und Familien mit Kindern – bei jeder Witterung.

Variante 1: Die große Runde

Vom Tourismusamt im Ortszentrum aus führt eine Nebenstraße in Richtung Brandwirt. Gleich nach dem Stallgebäude beginnt bei der kleinen Kreuzwegkapelle der Kirchenweg. Auf dem einspurigen Weg wandern Sie durch die Felder, beim Haus Kübelgraben und beim Wallnbauern vorbei, bis zur katholischen Kirche. Der Grundstein der Sebastiankirche wurde 1500 gelegt. Im vorigen Jh. wurde die Kirche im neugotischen Stil umgebaut, die barocken Grundelemente sind noch erkennbar. Im Inneren befindet sich ein schöner Barockaltar. Die wertvollen farbigen Kirchenfenster wurden 1890 von dem Fabrikanten Faber (sein Sommersitz, die Fabervilla, ist heute das Hotel Koller) gestiftet. Gegenüber das Schülerheim der "Barmherzigen Schwestern zum Heiligen Kreuz", das 1894 als Waisenhaus errichtet wurde. Direkt neben der Straße ist die alte Schule. Hier war bis 1955 die 1. Klasse der Volksschule untergebracht.

Wegaufwärts kommen wir zur Abzweigung des Kreuzweges auf den Kalvarienberg. Die Variante über den Kalvarienberg führt über die Stiege, an der Kapelle rechts vorbei, entlang des Waldrandes, über den "Finstergraben", auf dem sogenannten "Faberwegl" bis zur "Alten Gschüttstraße". Der Straße talwärts folgend kommt man zur Bus-Haltestelle. Wir halten uns rechts und gehen durch die "Brandseppengasse", dann weiter der Beschilderung folgend, am Hallenbad und an der Schule vorbei, wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Variante 2: Die kleine Alternative

Die zweite, kürzere Variante, führt der Straße entlang, am "Haus der Begegnung" vorbei, in Richtung evangelischer Kirche. Die evangelische Kirche wurde von 1860 bis 1869 erbaut. Mit ihren vielen Holzeinbauten ist die evangelische Kirche einzigartig in Oberösterreich. Der Bau wurde einst überwiegend in freiwilligen Arbeitsleistungen errichtet. Den Altar hat der damalige Schullehrer Josef Hager in mehrjähriger Arbeit geschnitzt. Gegenüber der Kirche sind die Jugendherberge "Dr.-Eder-Haus", der Kindergarten und das "Brigittaheim". Ein kurzes Stück weiter vorne befindet sich der evangelische Friedhof. Hier zeigt der Wegweiser zum Ortszentrum, und am Hallenbad und an der Schule vorbei kommen wir wieder zum Tourismusamt, wo wir die Wanderung begonnen haben.

Kalvarienbergkirche in Gosau

Gosau | Kalvarienbergkirche: Von diesem Glücksplatz, erbaut 1775 von einem Hallstätter Salzfertiger, haben Sie einen wunderbaren Panoramablick über das gesamte Gosautal.

» Glücksplatz: Kalvarienbergkirche in Gosau

 © Kraft | Glücksplätze in Gosau: Kalvarienbergkirche

Die Zeit bleibt stehn!

Es gibt viel zu sehen und zu erleben in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut. Alte Stollen, atemberaubende Aussichten, Glückslätze oder verzaubernde Rastplätze. Doch was machen, wenn das Wetter mal nicht so schön ist? Unser Tipp: Einen Ausflug zu den zahlreichen Kirchen und Gotteshäusern in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut. Denn diese spirituellen Orte haben seit jeher eine besondere Anziehungskraft und erzählen auf ihre ganz besondere Weise von der wechselhaften Geschichte des Salzkammergutes. Ob an der malerischen Kalvarienbergkirche in Gosau, in der katholischen Pfarrkirche von Hallstatt mit seinem historischen Beinhaus oder vor der katholischen Kirche in Sankt Agatha, hier finden Sie Ruhe und Entspannung abseits vom hektischen Alltag. Und die Zeit bleibt stehn!

Informationen auf einen Blick