Die schönste Almentour im Welterbe

Almwandern zwischen Hallstatt und Gosau

Für den ausdauernden Wanderer und Naturfreund möchten wir hier einen ganztägigen Ausflug von zirka 7 bis 9 Stunden über die Durchgangalm, weiter zur Plankensteinalm und Rossalm in Gosau empfehlen.

Unsere Ausgangsposition ist die Talstation der Salzbergseilbahn in Hallstatt. Von hier aus folgen wir dem Serpentienenweg auf den Salzberg, weiter bis zum Hohen Wasserstollen (1234 m). Von dort zweigt ein schmaler Weg, der zuerst durch Latschen führt, nach links ab. Zwei Stunden dauert die Wanderung auf romantischen Pfaden durch dichten Wald und über Sumpfwiesen, immer in Höhen von 1300 Meter zu unserem ersten Etappenziel: die Durchgangalm.

Unterwegs auf historischen Pfaden

Wir erreichen dann die berühmtgewordene Dammwiese (1358 m), auf der seinerzeit eine Betriebsstätte der LaTene-Zeit entdeckt wurde. Hier haben die Menschen der Vorzeit wahrscheinlich die erste Quellsoleverdampfung durchgeführt. Auch eine prähistorische Stollenzimmerung wurde auf der Dammwiese gefunden. Noch jetzt entspringt hier eine Solequelle, die gerne von Hirschen aufgesucht wird. Reiche Kulturschichten warten hier noch auf ihre Erforschung, die sich aber infolge der Sumpflandschaft als sehr schwierig erweisen dürfte.

Ein kleiner Abstecher von der Dammwiese über den linken Hang würde uns zum Sooliger Kogel (1411 m) bringen. Von hier aus haben wir einen großartigen Tiefblick ins Hallstätter Echerntal; auch der Dachstein ragt wieder gewaltig empor, und gegen Norden hat man einen schönen Blick in die Südabstürze des Plassens. In etwa einer Stunde sind wir ab Damm in der selten schönen Durchgangalm, auf der den ganzen Sommer über Weidevieh anzutreffen ist. Einige gepflegte Almhütten stehen inmitten saftiger Almwiesen, die von dichtem Wald umgeben sind.

Saftige Almwiesen und überragende Gletscher

Nach einer ausgiebigen Rast führt uns der Weg weiter zur Plankenstein auf einem ungefährlichen Steig auf einen sehr schönen Aussichtsgipfel - die Hohe Scheibe (1659 m). In einer weiteren halben Stunde erreichen wir die riesige Plankensteinalm (1540 m), die bereits zu Gosau gehört. Hier können wir auf unserer Tour bereits das nächste Mal einkehren! Die Plankensteinalm liegt auf einem weit geschwungenen Waldsattel zwischen dem zentralen Dachsteinmassiv und dem nordwestlich vorgelagerten Plassen.

Urige Bergrast auf der Rossalm

Gosau | Rossalm: Bunte Blumenwiesen, Ponys, Kühe, Schafe, Esel und vieles mehr machen diese Alm in Gosau zu einem beliebten Treffpunkt für Wanderer, Mountainbiker und Familien mit Kindern.

» Rossalm in Gosau

© Kraft | Rossalm in Gosau

Leutgebhütte auf der Plankensteinalm

Gosau | Leutgebhütte: Treffpunkt für Mountainbiker, Wanderer und Naturliebhaber. Mit großer Sonnenterrasse und vielen Entdeckungsmöglichkeiten für Kinder.

» Leutgebhütte auf der Plankensteinalm

© Kraft | Leutgebhütte auf der Plankensteinalm

Die Tagestour führt uns in zirka einer Stunde weiter zur Rossalm. Die urige, bewirtschaftete Almhütte gehört zu Gosau und ist gerade im Sommer und Herbst ein beliebter Anfahrtspunkt für Mountainbiker. Der Weg führt uns weiter auf einer Forststrasse bergauf. Auf dem Pass oben angekommen, lädt eine gemütliche Bank zur kurzen Rast und herrlichen Blick auf die Rückseite des Plassen ein. Wir folgen nun der Schotterstrasse bergab und erreichen nach zirka einer haben Stunde erneut die Durchgangalm. In weiteren 20 Minuten gelangen wir wieder auf die Abzweigung zur Dammwiese.

Rückkehr über malerisches Echerntal

Wenn Sie aber das weite Echerntal sehen und erleben wollen, müssen Sie von der Durchgangalm einen der drei Kuhtriebwege hinunter zur Forststrasse benützen. Diese haben keine Markierung, man braucht aber keine Angst zu haben, denn in 30 Minuten erreicht man die neue Strasse. Von dort geht es in unzähligen Kehren durch Hochwälder hinunter in das Echerntal, das man nach dreistündiger Talwanderung spielend erreicht. Man kann wieder den in Felsen gehauenen Gangsteig als Abkürzung wählen, der uns an den Waldbachstrub-Wasserfällen vorbeiführt, oder man geht die Forststraße entlang über die steinerne Brücke und durch den Mitterwandtunnel, über den Gletschergarten, zurück nach Hallstatt-Lahn.

Unser Wandertipp: Nutzen Sie gerade im Sommer die noch kühlen Morgenstunden für den Anstieg über den Salzberg in Richtung Gosau. Wir wünschen viel Vergnügen bei dieser einzigartigen Entdeckungstour zu den schönsten Almen in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut.

Sicherheitstipps für Wanderer

Zugegeben, die Landschaft der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut ist das “Nonplusultra“ für Wanderfreunde, Bergfexe und Naturliebhaber: Unvergessliche Touren zu den schönsten Berghütten und Almen, Panoramablick soweit das Auge reicht und Glücksmomente für die Ewigkeit! Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass Sie sich oftmals im hochalpinen Gelände befinden. Wie Sie eine Tour am Besten vorbereiten sollten, was in den Rucksack gehört und wie Sie sich bei einem Notfall verhalten sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Gehen Sie auf Nummer sicher – wir sehen uns beim Wandern im Salzkammergut!

Informationen auf einen Blick

  • Gehzeit: Zwischen 7 und 9 Stunden, je nach Hüttenrast.
  • Ausgangspunkt: Talstation der Salzbergseilbahn in Hallstatt
  • Endpunkt der Wanderung: Hallstätter Echerntal
  • Wanderausstattung: Festes Schuhwerk (Wanderschuhe) für diese Hochalpine Wanderung und Regenbekleidung.
  • Besonderheiten: Drei der schönsten Almen in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut. Endlose Wälder, die natur- und kulturgeschichtliche Besonderheiten verbergen. Uralte Sandsteinbrüche, in denen heute noch Sandstein-Schleifsteine hergestellt werden.  Moosige Wälder, Moorseen an dem sich Libellen tummeln, Surrende Bienen auf herrlichen Almböden auf denen zufrieden Kühe grasen, das alle gekrönt vom Blick auf den Dachsteinstock,
  • Einkehrmöglichkeiten: Plankensteinalm und Rossalm
  • Markante Punkte: Dammwiese (1358 m), Hohe Scheibe (1659m)
  • Höchster Punkt der Wanderung: Plankensteinalm (1540 m)
  • Beste Wanderzeit: Ende Mai bis Ende Oktober (je nach Wintereinbruch)
  • Schwierigkeit: Schwierig (hochalpine Wanderung)