Mit der Kuh auf Muh und Du

Unterwegs zur „Schönen Aussicht“

Der Startschuss zur Hirschaualm-Wanderung fällt am Sudhausplatz im Hallstätter Ortsteil Lahn. Ein Denkmal und die barocken Anlagen des mächtigen Amtshauses und der schönen Kalvarienbergkirche erinnern uns an Hallstatts zweite große Zeit um 1750, als nach dem Brand im Markt die Sudhütte in Lahn errichtet wurde. Sie wurde leider im Zuge der Rationalisierung der Salinen im Jahre 1965 geschlossen und 1969 abgerissen.

Über die Pfannhausstiege gehen wir hinauf zur Kalvarienbergkirche, die vom Hofschreiber-Ehepaar Franz Georg von Sumating und seiner Frau Anna Christina 1708 gestiftet und 1711 vom Passauer Bischof eingeweiht wurde. Ein sehenswertes Barockjuwel mit einer Kreuzigungsgruppe aus dem Guggenbichler-Kreis.

Hinter der Kirche gehen wir im Wald hoch zum "Goaßerbankerl", wie die Hallstätter sagen, oder zur "Schönen Aussicht". Jedem Fotofreund dürfte wieder einmal das Herz höher schlagen, denn selten gibt es einen solchen Reichtum an Motiven.

Weiter geht`s zur Hirschaualm

Von dort führt ein leicht ansteigender Höhenweg durch Mischwald über einige Lahngänge; der größte davon ist die sogenannte "Schoß" ("Lawinenabgang"). Der Weg ist sehr romantisch, da er auch an einer Höhle vorbeiführt und wir stets einen herrlichen Blick auf den See und nach Obertraun haben. Nach einer halben Stunde beginnt unser Weg stark anzusteigen, und nach Überwindung von zahlreichen Serpentinen erreichen wir die Hirschaualm. Dessenungeachtet bietet sie uns mit der originellen Almhütte und den Almböden mit den vielen Alpenrosenbüschen ein seltenes Erlebnis.

Traumblick über den Hallstättersee

Wenn wir ein Stück über die Hänge in Richtung der mächtigen Felsabstürze des Zwölferkogels und des Schönbühels gehen, werden wir einen einzigartigen Blick über Hallstatt, Obertraun sowie das Plassen- und Sarsteingebiet bekommen. Wer nicht auf dem gleichen Weg zurückgehen will, kann den direkten, aber ebenso ungefährlichen Abstieg zum Kessel wählen, um dann von der Kesselbrücke den Gehsteig der Landesstraße zu benützen. Der Kessel selbst ist eine Karstquelle, die bei Schneeschmelze oder starkem Regen in Tätigkeit tritt; ein Naturwunder, das unter Denkmalschutz steht. Wer von Obertraun her kommt, dem ist der umgekehrte Aufstieg von der Kesselbrücke her zu empfehlen. Den Abstieg kann man dann über die Schöne Aussicht nach Hallstatt-Lahn wählen. Dort gibt es wieder eine Busstation.

Sicherheitstipps für Wanderer

Zugegeben, die Landschaft der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut ist das “Nonplusultra“ für Wanderfreunde, Bergfexe und Naturliebhaber: Unvergessliche Touren zu den schönsten Berghütten und Almen, Panoramablick soweit das Auge reicht und Glücksmomente für die Ewigkeit! Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass Sie sich oftmals im hochalpinen Gelände befinden. Wie Sie eine Tour am Besten vorbereiten sollten, was in den Rucksack gehört und wie Sie sich bei einem Notfall verhalten sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Gehen Sie auf Nummer sicher – wir sehen uns beim Wandern im Salzkammergut!

Informationen auf einen Blick

  • Gehzeit: Zirka 90 Minuten
  • Ausgangspunkt: Kalvarienberg Hallstatt
  • Endpunkt: Kessel zwischen Hallstatt und Obertraun