Spaziergang durch das Echerntal

 

Ganz entspannt Hallstatt genießen

Ob bei ausführlichen Wanderungen oder gemütlichen Spaziergängen – das Echerntal in Hallstat ist genau das Richtige für alle, die Ruhe und Entpannung im hektischen Alltag suchen. Und gerade die entspannte Runde vom Grabfeldweg über den Brandbachweg und Echerntalweg zählt bei Gästen und Gastgebern zu einer der schönsten Routen durchs Echerntal. Ideal auch als abendlicher Rundweg, oder als coole Gassi-geh-Runde.

Vom Kalvarienberg zum Brandbachweg

Wir beginnen unsere Runde bei der kleinen Kalvarienbergkirche oberhalb von Hallstatt. Von hier aus führt uns der schattige Grabfeldweg, gerade an heissen Sommertagen, vorbei an der Vesperbild-Kapelle durch die beeindruckende Natur.

Die kleine Waldkapelle wurde im Zuge der Errichtung der Kalvarienbergkirche durch Franz und Maria von Sumating (k.k. Hofschreiber) zwischen 1700 und 1710 errichtet. Die Kapelle wurde 1802 durch einen Felssturz aus der Hirlatzwand zerstört und im selben Jahr wieder aufgebaut. Als 1855 die Kapelle erneut einem Felssturz zum Opfer fiel, wurde sie allerdings erst drei Jahre später, 1858, wieder errichtet.

Durch den schattigen Wald

Der Grabfeldweg vom Vesperbild zur “Mariedlerwiese“ (jetzt Gemeindebauhof) wurde in den 1930er Jahren, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, vom damaligen “Verschönerungsverein“ in Zusammenarbeit mit dem Musealverein Hallstatt gebaut. In dieser Zeit beschäftigte der Musealverein auch Arbeitslose für die Forschungsgrabungen am Salzberg. Am Weganfang und am Wegende waren an den Bäumen Sparbüchsen für Spenden zur Erhaltung des Weges und zur Finanzierung der Grabung am Salzberg angebracht. Der Name Grabfeldweg ist irreführend, weil das berühmte Gräberfeld am Salzberg liegt. Der Name „Hallerwaldweg“ wäre passender. Am Ende des Weges gelangen wir wieder auf die Asphaltstraße und folgen dem Malerweg zirka 100 Meter gerade aus. Jetzt müssen Sie sich links halten, denn hier beginn nun der Brandbachweg.

Am steinernden Bach entlang

Das meist trockene Bachbett des Brandbachs führt nur bei extremen Niederschlagsmengen am Dachstein Hochplateau Wasser. Für die Einheimischen ist dies ein Zeichen für Hochwassergefahr. Mehrere Quellen am Fuße der Hirlatzwand fungieren als Überlauf für die wasserführenden Karsthohlräume des mächtigen Hirlatz. Die obere und untere Brandbachhöhle ist mit der benachbarten Hirlatzhöhle verbunden. Die Hirlatzhöhle ist die zweitlängste Höhle Österreichs (Stand 2014), mehr als 100km sind bis jetzt vermessen.

Rückkehr über den Echerntalweg

Am Ende des Brandbachweges gehen wir rechts ein paar Meter die Straße hinunter. Jetzt teilt sich uns Weg. Wir folgen der Straße nach links über die Waldbachbrücke und dann rechts. Vorbei an einen urigen Holzhaus geht es leicht bergab zum Forsthaus. Auf den saftigen Wiesen vor dem gelben Gebäude grasen im Sommer auch immer wieder zahlreiche Pferde. Weiter geradeaus folgen wir dem Echerntalweg vorbei am Kreuzstein und danach an einem alten, verlassenen Steinhaus bis zur Talstation der Standseilbahn auf den Salzberg.

Eine kleine gemütliche Runde, die Sie bei fast jedem Wetter gehen können. Zahlreiche kleine und große Schautafeln am Wegesrand erzählen von der wechselhaften Geschichte der Menschen im alten Salzgewinnungsort.

Informationen auf einen Blick

  • Gehzeit: ca. 1 1/2 Stunden (zirka 5 Kilometer)
    Ausgangspunkt: Kalvarienbergkirche / Hallstatt-Lahn (Parkplatz P1)
    Endpunkt: Talstation der Salzberg Standseilbahn (Parkplatz P2)
    Besonderheiten: Spazierweg mit zahlreichen Informationstafeln
    Gekennzeichnete Wege: Grabfeldweg, Malerweg, Brandbachweg, Echerntalweg
    Wegbeschaffenheit: Schotterweg, Asphalt, Waldweg
    Ausrüstung: Turnschuhe / Outdoor-Schuhe