Die Stadtpfarrkirche von Bad Ischl

St. Nikolaus

Vorerst galt die Faszination Salzkammergut von der Außenwelt als ganz und gar unzugänglich. War es doch ummantelt von imponierenden Bergen, prächtiger Natur und lag auch noch verborgen mit all seinen Geheimnissen und Schätzen in einem Tal um diese zu wahren. Waghalsige Seefahrer eroberten aber mit der Binnenfahrt das herrliche Gut und schafften ans Tageslicht, nach dem auch Wanderer bestrebt waren jenes eilig herbeizuschaffen: Salz.

Der Handel entfaltete sich prächtig und wurde nun elementar geschürt. Da war es nur naheliegend sich im floralen Bad Ischl anzusiedeln. Selbstverständlich durfte da ein sakrales Bauwerk unter gar keinen Umständen fehlen. So kam es, dass Kaiserin Maria Theresia, Herrin des Salzkammergutes, fürstliche Summen zur Errichtung der imposanten Stadtpfarrkirche aushändigte.

Hochadel und Aristokratie folgten da ihrem Exempel, ein passables Juwel sprießen zu lassen. Ein stattlicher Turm im gotischen Stil wuchs sodann in hoheitsvolle zweiundsiebzig Meter Höhe hinaus. In des entsteht im Kircheninneren ein reizvolles Ensemble aus kostbaren Stücken wie einem kunstvoll geschnitzten Kreuzweg sowie glänzende Mosaike. Gekrönt durch einen noblen Hochaltar, dessen Gönner allesamt von blauem Geblüt waren. Das Bild des Interieurs sollten schließlich exquisite Malereien am Fenster abrunden. Obendrein offeriert ein erlesenes Kunstgemälde, im Altarraum die Krankenölung, welche Erzherzog Franz Carl beim Empfang der heiligen Sakramente zeigt. Malerisch verewigt wurden da außerdem dessen hochwohlgeborener Sohn Kaiser Franz Joseph nebst Gattin Sisi. Exklusiver Marmor wurde extra von der Ruine Wildenstein geholt, als Feinschliff galt Sandstein, extra eingeführt aus Ungarn. So fehlte nur noch ein Namensgeber, und da war es nur angemessen, St. Nikolaus, den Patron für Seefahrer und Wanderer, mit der Stadtpfarrkirche Bad Ischl namentlich zu vereinen.

Die mächtigen Glocken übrigens, proklamierten viel später die süße Liebe Marie Valerie´s, der Lieblingstochter Kaiserin Sisi´s, zu ihrem Gatten, die in der glanzvollen Idylle der Stadtpfarrkirche das Ja Wort aussprach. Anlässlich dessen fungierte da sogar Anton Bruckner höchstpersönlich und bezauberte mit verlockendem Spiel auf den Tasten der „Kaiser Franz Joseph Orgel“, die als zweitgrößte Oberösterreichs gilt.

Die Zeit bleibt stehn!

Es gibt viel zu sehen und zu erleben in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut. Alte Stollen, atemberaubende Aussichten, Glückslätze oder verzaubernde Rastplätze. Doch was machen, wenn das Wetter mal nicht so schön ist? Unser Tipp: Einen Ausflug zu den zahlreichen Kirchen und Gotteshäusern in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut. Denn diese spirituellen Orte haben seit jeher eine besondere Anziehungskraft und erzählen auf ihre ganz besondere Weise von der wechselhaften Geschichte des Salzkammergutes. Ob an der malerischen Kalvarienbergkirche in Gosau, in der katholischen Pfarrkirche von Hallstatt mit seinem historischen Beinhaus oder vor der katholischen Kirche in Sankt Agatha, hier finden Sie Ruhe und Entspannung abseits vom hektischen Alltag. Und die Zeit bleibt stehn!

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