Der Philosoph von Goisern

Mit diesem Denkmal ehrt Goisern eine seiner schillernsten Persönlichkeiten. Den Müller, Bäcker und Gastwirt Konrad Deubler (1814 bis 1884). Vielfältig interessiert, sammelte er nicht nur Versteinerungen, Mineralien und Altertümer, sondern erwarb sich durch intensive Studien auch den ehrenden Beinamen „Bauernphilosoph". Man sagt, er hätte das Müllerhandwerk nur deswegen erlernt, weil er in den Pausen zwischen dem Aufschütten des Mahlgutes und dem Abtransport der Mehlsäcke viel Zeit zum Lesen hatte.

Tatsächlich stand er mit dem Philosophen Ludwig Feuerbach und vielen anderen Geistesgrößen seiner Zeit in freundschaftlichem Kontakt. Als Anhänger der Revolution von 1848 arretierte man ihn zwei Jahre lang als „Hochverräter und Religionsstörer" im Kerker von Olmütz (Mähren). Nach seiner Rückkehr nach Goisern setzte er den Briefwechsel mit Schriftstellern und Vordenkern fort. Große Verdienste erwarb er sich in den Anfängen der oberösterreichischen Arbeiterbewegung und um die Hebung des Fremdenverkehrs. In den Jahren 1870/71 fungierte er sogar als Bürgermeister von Goisern.

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