Ein Drache, der Stein speit

Die Außenfassade des neuen Gemeindeamtes gibt Ihnen einen Überblick über die 30 Ortschaften, die zum 112,5 Quadratkilometer großen Gemeindegebiet. Das 1953 anlässlich der Markterhebung verliehene Ortswappen ziert ein schwarzer Drache. Einst, so weiß eine uralte Sage zu berichten, war Goisern eine große Stadt mit vielen Türmen. Am Abhang des Wurmsteins reckte sich die stolze Goisernburg, der Sitz des Königs Goiseram, in die Höhe - tief im Berg hauste jedoch der besagte Drache. Eines Nachts hatte das geschuppte Untier die Felswand durchbrochen - Wasser und Steine ergossen sich über die Stadt und die Burg stürzte in den geöffneten Bergschlund.

Vielleicht steckt hinter dieser schaurigen Geschichte das Wissen, dass manche der Goiserer Hausberge auf weichen Gesteinsschichten liegen und mitunter recht unruhig sind. Im Abhang hinter dem Predigtstuhl haben sich tatsächlich tiefe Klüfte im Gestein aufgetan und die Zwerchwand vor dem Hütteneck schickt bis heute immer wieder Steinsalven zu Tal. Ein gewaltiger Bergsturz ereignete sich im September 1920 am 1717 Meter hohen Sandling: Damals donnerten sechs bis neun Millionen Kubikmeter Gestein aus seiner Westwand und setzten damit eine fast vier Kilometer lange Mure Richtung St. Agatha in Bewegung.

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