Geigen aus Goisern

Kein Wunder bei so musikalischen Menschen - Vor allem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts blühte in Goisern das Handwerk der Geigen- und Lautenmacher - vor allem im Ortsteil Ramsau. Für den Geigenboden verwendete man Ahornholz, für den Deckel Fichtenholz. Nur ausgewählte Bäume waren dafür geeignet und das Holz musste nach dem Fällen jahrelang trocknen. Noch heute kennt man die Flurnamen„Geigentalboden" (östlich der Rossmoosalm) und „Geigental" (nördlich des Kleinen Rosskogels); dort wurde die für den Instrumentenbau notwendige, heute schon sehr seltene Haselfichte geschlägert.

Die bekanntesten Goiserer Geigenbauer, die ihr hoch spezialisiertes Werkzeug übrigens selbst herstellten, kamen aus den Familien Gändl, Perr und Keffer, die auch immer wieder gute Spielleute hervorbrachten. Die Goiserer bauten zwischen 1700 und 1890 zahllose Geigen, Bassgeigen, Violen und Lauten. Guten Absatz fanden die oft kunstvoll verzierten Instrumente bei den zahlreichen „Geigenmusi"-Gruppen, die mit zwei Geigen und einer Bassgeige zum Tanz und zu anderen Anlässen aufspielten.

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