Steine zum schärfen

Zu einem bedeutenden Gosauer Wirtschaftszweig entwickelte sich die Produktion von Wetz- und- und Schleifsteinen, die man zum schärfen der Sensen und zum Schleifen von Eisenwerkzeugen benötigte. Dieses uralte Gewerbe nutzt bis heute den flach liegenden, besonders feinkörnigen und fossilfreien Sandstein, der sich vor rund 80 Millionen Jahren im kreidezeitlichen Gosaumeer ablagerte. Im Berghang unter dem Löckenmoos, wo heute noch die Schleifsteinhütten stehen, wurde jedes Frühjahr zunächst die schützende Mergelschicht über dem Gosauer Sandstein weggeräumt. Dann zog man mit einem Zirkel Kreise in der gewünschten Größe der Schleifsteine; mit dem Spitzhammer meißelte man die Scheiben aus dem Fels. Schließlich transportierte man die Steine per Schlitten ins Tal.

Da man die Steine vor der endgültigen Bearbeitung einweichen musste, besaß jeder Hauer auch hier, unmittelbar am Gosaubach, eine eigene Hütte. Hier erhielten die Schleifsteine durch die Bearbeitung mit einer Drehmaschine ihre endgültige Form; zuletzt wurden sie gelocht, geschabt und im Gosaubach gewaschen.

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