Eine Höhle der Rekorde

Die Hirlatzhöhle im Dachstein

Die Hirlatzhöhle wurde 1971 wegen ihrer Eigenart, ihres besonderen Gepräges und ihrer naturwissenschaftlichen Bedeutung als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Sie bietet einen ungewöhnlich guten Einblick in unterirdische Entwässerungsbahnen, die durch die Großräumigkeit der Höhle sehr oft und lange verfolgt werden können. Immer wieder sind auch interessante vom Wasser abgelagerte Lehmformationen zu sehen. Durch ein besonderes Höhlenklima im Eingangsbereich verwandelt sich die Hirlatzhöhle von Dezember bis April zu einer attraktiven Eishöhle. Die Forschungen werden für Mensch und Material extremer und führen immer tiefer in den Berg hinein (Bild: Tiefkarkluft). Der maximale Höhenunterschied beträgt 1.073m und reicht vom Seespiegel bis fast zur 1600m-Höhenlinie. Die Höhle führt tief unter das Dachsteinplateau hinein, im Osten bis zum Rauerkogel und im Westen bis zum Grünkogel. Die Höhlenforscher des Höhlenvereins Hallstatt-Obertraun haben in ihrer 50- jährigen Vereinsgeschichte mehr als 18.000 Stunden in der Höhle verbracht und sie so zur längsten erforschten Höhle Österreichs gemacht.

Der Dachstein -
Wiege und Zentrum der österreichischen Höhlenforschung

Das Dachsteinmassiv ist eines der größten Karstgebiete Österreichs mit ca. 320 Höhlen (Stand 2006), von dem immer wieder entscheidende Impulse der Höhlendokumentation und der wissenschaftlichen Speläologie einschließlich der Karsthydrologie ausgehen. Zeichnungen (um 1800) und Kupferstiche (1649) der beiden Karstquellen (Kessel und Hirschbrunn) am Südufer des Hallstättersees zeugen seit jeher von besonderem Interesse der einheimischen Bevölkerung an Höhlen und Quellen.

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Höhlenwelten in Obertraun

Obertraun | Dachstein Höhlenwelt: Die Rieseneishöhle enthält 13.000 m³ Eis bei 5.000 m² Oberfläche. In manchen Teilen, erreicht die Eisstärke 20 m. Pollenanalysen lassen auf ein Alter des Eises von etwa 500 Jahren schließen.

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Der Hirlatz bei Hallstatt

Der Hirlatz ist der am weitesten nördlichgelegene Teil des gewaltigen Dachsteinstockes. Das Gestein besteht überwiegend aus gebanktem Dachsteinkalk (Triasformation) mit jüngeren Spaltenfüllungen aus Hirlatzkalk (untere Jura). Das Hochkarstplateau hat mehrere Erhebungen, die knapp an die 2000m-Höhenlinie heranreichen.

Das Portal der Hirlatzhöhle, rund 400m über dem Talboden am Fuße der Hirlatzwand, ist besonders gut vom Hallstätter Echerntal aus zu sehen. Die Hirlatzhöhle wurde erstmals 1949 von den Hallstättern Karl Pilz, Georg Lackner und Franz Voggenhuber erforscht.

Entdecker, Künstler, Wilderer – Entdecken Sie den....

Themenweg Hallstatt Echerntal

Echerntal | Hallstatt: Die einzigartige Naturlandschaft im Hallstätter Echerntal hat seit jeher Künstler und Wissenschaftler in ihren Bann gezogen. Begleiten wir sie bei ihren Entdeckungen.

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