Der Markt und seine Salzfertiger

Im Jahre 1311 - gleichzeitig mit der Markterhebung - verlieh Königin Elisabeth zwölf Arbeitsstellen beim Pfannhaus zu Hallstatt. Das war die Geburtsstunde der Salzfertiger, eines in der Welt einzigartigen und mit vielen Privilegien ausgestatten Berufsstandes. Sie übernahmen das Salz von der Saline, dörrten (trockneten) und verpackten es in Holzbehältern ("Küfeln"), verfrachteten es auf den Salzschiffen ¸ber die Traun und verkauften es auch. Im Gegenzug - mit den zurückkehrenden Salzschiffen - brachten sie Lebensmittel und Wein ins Salzkammergut. Sogar Werften für die Salzschiffe standen unter ihrer Verantwortung. Obwohl die Salzfertiger - es gab übrigens auch Salzfertigerinnen - keine Staatsangestellten waren, verpflichtete sie die Obrigkeit zu Dienstleistungen. Erst mit der Auflösung des Salzamtes im Jahre 1850 kam auch das Ende der Salzfertiger.

Die Anlage des Marktplatzes geht auf das 14. Jahrhundert zurück; die meisten seiner Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Dreifaltigkeitssäule - eine Stiftung von Johann Ignaz Etzinger, "S. röm. Kais. Majestät Salzfertiger und Ratsbürger" - entstand 1743.

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