Die Kerntragerweiber

Die "Kerntragebank" am Dr. Morton-Weg erinnert an die triste soziale Situation im Hallstatt des 19. Jahrhunderts: Der Niedergang des Salzwesens zwang damals viele Frauen von Bergknappen und Salinenarbeitern, auch selbst Arbeit anzunehmen. Mit der Kraxe auf dem Rücken überwanden sie zweimal täglich die fast 500 Höhenmeter bis zum Salzbergwerk und kehrten, schwerbeladen mit Kernsalz, wieder ins Tal zurück. Manche trugen diese Last selbst im hochschwangeren Zustand. Das direkt aus dem Gestein gebrochene Kernsalz findet heute noch als Lecksalz für das Wild bzw. das Vieh Verwendung. Die letzten Kerntragerweiber gingen noch um 1890 ihrer schweren Tätigkeit nach.

Familienerlebnis Salzberg

Hallstatt | Salzwelten: Unterwegs in Stollen, die Menschen vor über 3.000 Jahren von Hand in den Berg geschlagen haben. Ein Familienerlebnis!  Salzbergwerk seit 1. April 2017 wieder geöffnet!

» Salzwelten Hallstatt

© Salzwelten / Salzwelten Hallstatt - Holiday in Austria: Salt Mine in Hallstatt

Die mangelhafte Nahrungsversorgung, aber auch die gelegentliche Beruhigung mit "Schnapszutzlern" (in Alkohol getränkten Schnullern) führte bei manchen Kindern zu körperlichen und geistigen Schäden. Einer adeligen Mode des 19. Jahrhunderts folgend, versuchte Erzherzogin Sophie im Jahre 1853 dieses Elend durch die Gründung einer "Kleinkinder, Bewahr- und Erziehungsanstalt" in Hallstatt-Lahn zu mildern.

Unser Tipp: Sie haben Lust auf mehr spannende Geschichten und die Jahrtausende alte Geschichte der UNESO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut und möchten mehr über den historischen Salzabbau oder das harte und stellenweise entbehrungsreiche Leben der Menschen im Salzkammergut erfahren? Dann schauen Sie doch in unseren großen Geschichtsteil. Eine Reise der ganz besonderen Art durch die Zeit. Jetzt mehr erlesen....

Informationen auf einen Blick