Friedrich Simony erforscht den Dachstein

Auch dieses Gebäude war der Sitz eines mächtigen Salzfertigergeschlechts.

Der Name eines Gasthauses an der Ecke Marktplatz - Wolfengasse erinnert an Dr. Friedrich Simony (1813 bis 1896/Bild), der zeitweise in Hallstatt lebte und arbeitete. 1840, als das vergletscherte Hochgebirge noch als lebensgefährliche Hölle galt, kam der junge Naturforscher zum ersten Mal nach Hallstatt. Er erkundete jeden Winkel des Dachsteinmassivs und kämpfte sich mit seinem treuen Führer Johann Wallner sogar im Winter zum "Karls-Eisfeld" (dem damals noch viel größeren Hallstätter Gletscher) hinauf. 1842 überschritt er erstmals den 2995 Meter hohen Dachstein, 1843 liess er die erste primitive Schutzhütte am Dachstein - das "Hotel Simony" nahe der heutigen Simonyhütte - errichten. Im selben Jahr verbrachte er sogar "zwey Septembernächte" auf dem Gipfel. Seine Leistungen als Karst-, Gletscher-, Vegetations- und Seeforscher, aber auch als penibler Zeichner und später als hochalpiner Photo-Pionier waren der Grund für die Berufung auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Geographie an der Wiener Universität. Sein Freund Adalbert Stifter hat ihm im "Nachsommer" mit der Hauptfigur Heinrich Drendorf ein literarisches Denkmal gesetzt.

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