Hallstatt brennt

Vom Haus des "Keferbäcks", dem jetzigen Café Derbl am Marktplatz, ging jener Brand aus, der am 20. September 1750 den größten Teil des Marktes in Schutt und Asche legte: Vier Menschen starben damals; 35 Häuser im Ortszentrum, aber auch sämtliche Urkunden des Marktes und des Hofschreibamtes gingen in Flammen auf. Vernichtet wurden u. a. die Hof- und die Spitalskapelle, die alte Residenz der Habsburger und das Sudhaus. Eine Urkunde vom 11. Dezember 1750 rechnet zusammen, was die "allhier zu Haalstatt entstandene Feuers-Brunst an Häusern, Mobilien, und Fettiger Vorrath verbrunnen" hatte und kam dabei auf 32.025 Gulden.

Das Salzamt besorgte Notwohnungen für die obdachlos Gewordenen und beschloss, das Pfannhaus im Ortsteil Lahn neu aufzubauen. Gleichzeitig entstand dort auch das prächtige barocke Salinenamtsgebäude, das - im Gegensatz zur 1968/69 abgetragenen Saline - noch heute besteht. Mit der Verbauung des freigewordenen Platzes begann die spätbarocke Neubauphase des inneren Marktes. Viele der damals entstandenen Bauten und Kulturschätze sind Stiftungen der Salzverweser und der Hofschreiber, der obersten und wohlhabendsten Salinenbeamten.

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