Im Badergraben

Im Badergraben wohnten seit dem Mittelalter die Hallstätter Bader und Ärzte. Hier fanden die Menschen nicht nur medizinische Hilfe - hier konnten sie auch Bäder und Dampfbäder benutzen.

Die soziale Situation im Salinenwesen war meist besser als in anderen Wirtschaftsbereichen. Ein Spital für Kranke und Hilfsbedürftige gab es hier schon im 16. Jahrhundert und um 1565 hatten die Arbeiter bereits Anspruch auf kostenlose ärztliche Hilfe. Die Arbeitswoche vom Montagmorgen bis zum Samstagabend mussten die Bergknappen und die Holzknechte fern der Familie am Salzberg bzw. in primitiven "Holzknechtstuben" im Wald verbringen. Als Teil des Lohnes erhielten sie jedoch Brotwecken, deren Anzahl am "Brotspan" festgehalten wurde; dazu bezogen sie das verbilligte "Hofkorn". Viele besassen außerdem ein "Gütl" - ein kleines Grundstück, auf dem man Gemüse ziehen und vielleicht sogar ein Stück Vieh halten konnte. Sie waren lange Zeit vom Militärdienst und von Steuern befreit und durften sich auf eine bescheidene Pension freuen. Die 48-Stunden-Woche, die sich die Industriearbeiter erst nach dem Ersten Weltkrieg erkämpften, war in Hallstatt schon ab 1851 üblich.

 

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