Wo man das Salz sott

In der Nähe des 1989 erbauten Kultur- und Kongresshauses, am so genannten "Pfannhausbühel", stand bis zum Marktbrand von 1750 das alte Sudhaus. Der massive Holzbau mit seinem gemauerten Untergeschoß stammte aus dem 14. Jahrhundert; an seiner Rückseite schlossen sich die "Dörrkammern" an. Im Inneren nährten Unmengen von Holz ein gewaltiges Feuer unter der kreisrunden Salzpfanne, deren Fläche man 1524 auf 334 Quadratmeter vergrösserte. Die Sole (Wasser mit gelöstem Salz) floss in Holzrohren direkt vom Salzberg zum Sudhaus herunter. Der immense Holzverbrauch dezimierte jedoch die Waldbestände im Inneren Salzkammergut. Aus diesem Grund ging 1607 im holzreicheren Ebensee eine neue Saline in Betrieb, der die Sole in einer 40 Kilometer langen Soleleitung zugeführt wurde. Der landschaftlich einmalig schöne Soleleitungsweg, der am Hallstätter Salzberg beginnt und über Bad Goisern und Bad Ischl bis zum Traunsee führt, wurde als thematischer Erlebnisweg ausgestaltet.

1751 liess die Hofkammer im Hallstätter Ortsteil Lahn ein neues, aber kleineres Sudhaus bauen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umstellung von der Holz- auf die Kohlefeuereung: Das "schwarze Gold" kam ab 1877 per Bahn, vor allem aus dem Hausruckviertel. 1964 fand die Hallstätter Salzproduktion ihr endgültiges Ende.

 

Unser Tipp: Sie haben Lust auf mehr spannende Geschichten und die Jahrtausende alte Geschichte der UNESO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut und möchten mehr über den historischen Salzabbau oder das harte und stellenweise entbehrungsreiche Leben der Menschen im Salzkammergut erfahren? Dann schauen Sie doch in unseren großen Geschichtsteil. Eine Reise der ganz besonderen Art durch die Zeit. Jetzt mehr erlesen....

Informationen auf einen Blick