Der Koppen brüllt

Die Karbidlampen flammen auf, der Höhlenführer setzt sich mit seinen Gästen in Bewegung. Bald beginnt es in der Finsternis zu tröpfeln, nasse Tropfsteinvorhänge glitzern von der Decke, ein unterirdischer Bach beginnt zu rauschen, aus einem Felsspalt zischt eine kleine Kaskade, ein zwanzig Meter hoher Wasserfall donnert in einen engen Schlund und zuletzt steht man am Ufer eines glasklaren Höhlensees. Die Koppenbrüllerhöhle ist eine geologisch junge Riesenquelle, in der das Wasser sein Zerstörungswerk noch kräftig betreibt. Während der Schneeschmelze oder nach heftigen Regenfällen steigt das Höhlenwasser innerhalb von vier Stunden gewaltig an und stürzt als wilder Bach aus dem Portal. Friedrich Morton beschrieb es einmal so: „Ein Dröhnen ist um uns, ein wildes Brüllen, ein Aufheulen der im Berge zusammengepressten und Ausgang suchenden Luft, ein zorniges Rütteln und Pfauchen des Berggeistes, das der Höhle den Namen Koppenbrüller eintrug!"

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