Die Zähmung der Traun

Der „Herzfluss" des Salzkammergutes entspringt im nahen Ausseerland. In der felsigen Koppenschlucht zwängt sich die Traun zwischen dem Dachsteinmassiv und dem Sarstein zum Hallstätter See durch. Immer wieder bedrohte der ungestüme Fluss die Häuser und die Bahnlinie, die noch dazu viel zu tief angelegt war. So leistete das Hochwasser von 1897 ganze Arbeit und schwemmte die Trasse zwischen dem Koppensteig und dem Mühlwerksteintunnel vollständig weg. Beim Wiederaufbau verlegte man die Schienen weiter nach oben. Nach der großen Flutkatastrophe von 1920 vergingen noch einmal zehn Jahre, bis die Traunbauleitung unter der Leitung von Hofrat Schauberger, einem Ehrenbürger von Obertraun , mit der Zähmung der Traun bis zur Seemündung begann.

Das erst nach 1945 abgeschlossene Projekt war zwischen 1934 und 1938 Teil der so genannten produktiven Arbeitslosenfürsorge des Staates. Die für die Verbauung notwendigen Steine wurden im nahen Steinbruch neben der Straße gewonnen.

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