Zu den Quellen

Jede Karstquelle hat ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter. Der „Bühler" weist - ähnlich wie auch der „Koppenbrüller" - schon mit seinem Namen auf das Tosen des Wassers hin. Wieder anders reagiert der „Kessel", der seinen dunklen Felsenschlund knapp über dem Südufer des Hallstätter Sees öffnet: Nach dem Zusammentreffen von Schneeschmelze und heftigen Gewitterregen schwappt schmutzig braunes Wasser aus der Tiefe über den Felsrand - ein faszinierendes Schauspiel, das schon anno 1791 auf einer Tuschezeichnung verewigt wurde. Die größte Karstquelle am Dachstein, der Waldbach-Ursprung oberhalb des Echerntales, spuckt dagegen einen Teil des Abflusswassers vom Hinteren Gosausee und das milchig-trübe Schmelzwasser vom Hallstätter Gletscher aus.

Das eine braucht für seine unterirdische Reise etwa sieben Tage, das andere ist nur rekordverdächtige vier bis sechs Stunden unterwegs - zu wenig, um Fäkalien und Zivilisationsschmutz aus dem Hallstätter Trinkwasserspender herauszufiltern. Manchmal verweilt das kühle Nass aber auch länger: Einige Hohlräume speichern „fossiles"Wasser oft jahrelang als Reserve für die Zukunft.

Unser Tipp: Sie haben Lust auf mehr spannende Geschichten und die Jahrtausende alte Geschichte der UNESO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut und möchten mehr über den historischen Salzabbau oder das harte und stellenweise entbehrungsreiche Leben der Menschen im Salzkammergut erfahren? Dann schauen Sie doch in unseren großen Geschichtsteil. Eine Reise der ganz besonderen Art durch die Zeit. Jetzt mehr erlesen....

Informationen auf einen Blick