"Krambamberlbrennen" im Salzkammergut

Der Zeit entrückt

Tradition und Brauchtum werden in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut groß geschrieben. Gerade rund um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel treffen sich Familie und Freunde, die das gesamte Jahr über in aller Welt verstreut waren. Dann geht ein ganz besonderer Zauber durch die Orte, den die Bewohner gerne mit den Gästen aus Nah und Fern teilen möchten. Dann bleibt die Zeit stehen!

Jedes Jahr neu – immer wieder anders

Wenn alle Geschenke ausgepackt sind, der Festtagsbraten noch ein wenig im Magen zwickt und in den Häusern so langsam Ruhe einkehrt, wird es in vielen Gasthäusern in Hallstatt, Bad Goisern am Hallstättersee, Gosau oder Obertraun Zeit für einen hochprozentigen Brauch: Dem "Krambamberlbrennen" oder auch "Krampamperlbrennen" - die Schreibweise variiert. Die Anfänge liegen lange zurück und haben sich über die Jahrzehnte zu einem Fixpunkt im Jahreskreis des Veranstaltungskalenders entwickelt. Eine Zeit der Entspannung. Immer wieder neu. Immer wieder anders!

Wie alles begann

"Des Abends spät, des Morgens früh, trink ich mein Glas Krambambuli ...", heißt es in einem beliebten Studentenlied, aber hier scheint der Sänger wohl ein wenig zu übertreiben. Denn lange würde er das nicht machen, dazu ist der Krambambuli doch ein wenig zu stark. Wer noch nicht weiß, worum es geht: Um eine süß-heiße Köstlichkeit, die, ob ihres Alkoholgehaltes nicht uneingeschränkt genießbar, am Stefanitag, den 26. Dezember, in diversen Gasthäusern, aber auch mitunter privat zu sich genommen wird.

Polnische Wurzeln

"Krambambuli" .... ist ursprünglich ein Lautspiel um den Danziger Wacholderbranntwein. Später nahm man Schnaps - und zwar echt gebrannten, keinen Industriefusel. Das randvolle Glas (üblicherweise eine Halbe, also ein Bierkrügerl, da der Krambambuli ohnedies in größerer Runde verkostet wird) wird mit einem Fichtenspreißel entzündet und über das bläuliche Flämmchen wird eine Gabel gehalten, auf der Zuckerstückchen liegen. Diese tropfen durch die Flamme in den Schnaps, wo sie als braune Klümpchen zu Boden sinken. Leichter wird der Schnaps dadurch wohl nicht, dafür aber heiß - und süß.

Gestoppt wird die kontinuierliche Zuckerzufuhr nach eigenem Gutdünken, das Getränk sollte allerdings eine satte braune Farbe haben. Da der aufgelöste Zucker auch wegspritzt, schaut es jetzt auf dem Tisch dementsprechend aus - wenn man nicht mit einem Teller, auf dem das Glas steht, vorgesorgt hat. Apropos Glas: Wurde schon erwähnt, dass auch dieses nicht das schönste Ihrer Sammlung sein sollte und auch dickwandig, denn sonst könnte es durch den heißen Krambambuli zerspringen.

Heiße Köstlichkeit

Jetzt, da die Flamme gelöscht ist, darf der "Krambamberl", wie er am Fuße des Dachsteins liebevoll heißt, in der Runde verkostet werden. Hier zeigt er die nächsten Tücken. Wer nämlich während des Trinkens einatmen will, wird einen Schluck dieser heißen Köstlichkeit in den - hoffentlich präparierten - Magen kriegen. Also: Ausatmen, Luft anhalten, trinken - Stop! Lassen Sie auch Ihrem Nachbarn noch ein Schluckerl, denn wer hier den falschen Ehrgeiz an den Vormittag legt, hat sich den restlichen Tag schon eingeteilt,

Der Krambamberl ist für die Stammgäste des Hauses meist ein kleines Dankeschön für die Treue im vergangene Jahr. So ist das "Krambamberl-Brennen" ein Stück Wirtshauskultur im inneren Salzkammergut. Und warum sollte er Ihnen nicht schmecken ... der Krambambuli!

Feurige Erinnerungen

Und wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, sollten Sie sich schon mal bei einem Winterurlaub im Salzkammergut den 26. Dezember freihalten. Denn am Stefanitag, wie der 2. Weihnachtsfeiertag in Österreich heißt, wird aus der Verbindung zwischen Schnaps, Zucker & Feuer ein süffiges Ferienerlebnis. Prost!

Veranstaltungen

Datum: Di, 26. Dez. 2017
Ort:  Gaststätten, Hallstatt
"Krambamperl-Brennen" ein ganz besonderes Stück Wirtshauskultur am 2. Weihnachtsfeiertag. Hochprozentiges am Stefanietag!

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© K&K Foto | Veranstaltungen im Salzkammergut: Krambamperl-Brennen in Hallstatt

Datum: Di, 26. Dez. 2017 , 12:00
Ort:  Höllwirt, Obertraun 29 4831 Obertraun
Eine belebte Traditions-Veranstaltung im Salzkammergut am 2. Weihnachtsfeiertag – Stefaniertag.

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© K&K Foto | Veranstaltungen im Salzkammergut: Krambamperlbrennen beim Höllwirt in Obertraun

Wie wär´s mit einem Winterurlaub im Welterbe?

Das älteste Salzbergwerk der Welt, die atemberaubende Aussichtsplattform “FiveFingers“, der tief verschneite Dachsteingletscher am romantischen Gosausee – mit diesen und noch mehr Ausflugszielen begeistert die UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut im Sommer millionen Besucher aus aller Welt. Doch auch im Winter haben die vier Orte der Ferienregion Dachstein Salzkammergut – Hallstatt, Bad Goisern, Gosau und Obertraun – ihre ganz speziellen Reize: Ruhe & Entspannung in liebevoll eingerichteten Ferienwohnungen und perfekt ausgestatteten Hotels, traumhafte Winterwanderwege, unvergleichbare Schneeschuhrouten, romantische Pferdeschlittenfahrten und eine Vielfalt von Thermenlandschaften vor den Toren der Welterberegion. Zahlreiche Schwimmbecken, Whirlpools, Saunen und Dampfbäder stehen Ihnen zur Verfügung. Oder gönnen Sie sich eine der zahlreichen Anwendungen wie klassische oder entspannende Massagen. Lassen Sie sich verwöhnen und genießen Sie die absolute Ruhe zwischen Bergen und Seen. Schönen Winterulaub im Welterbe!

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