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Weltkulturerbe
Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut
Seit Dezember 1997 ist die Region Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut" neben dem Einzeldenkmal Schloss Schönbrunn und dem Altstadtensemble von Wien, Salzburg und Graz, der Wachau, dem Semmering und dem Neusiedlersee als Beitrag Österreichs in der Liste des UNESCO-Welterbes vertreten.
Mit der
Aufnahme in die exklusive Liste der UNESCO Welt-Erbestätten erfährt
dieses einzigartige Gebiet eine besondere, weltweite Würdigung. Das
Welterbe-Komitee begründete seine Entscheidung mit den Worten: "Bei der
alpinen Region Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut handelt es sich um
ein außergewöhnliches Beispiel einer Naturlandschaft von einzigartiger
Schönheit und besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, die auch Zeugnis
von der frühen und kontinuierlichen menschlichen, wirtschaftlichen und
kulturellen Tätigkeit ablegt. "Diese Kulturlandschaft verbindet Natur
und Kultur in harmonischer und sich gegenseitig ergänzender Art und
Weise."
Durch diese Auszeichnung steht die Region Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut nun gleichbedeutend auf der UNESCO Liste neben den Pyramiden von Gizeh, dem Kölner Dom, den Ausgrabungen von Pompei, der Großen Mauer von China und den Galapagos Inseln in Ecuador, um nur einige Beispiele zu nennen.
Den über 500 UNESCO Welterbestätten in 112 Ländern ist die außergewöhnliche, universelle Bedeutung als Erbe der Menschheit gemeinsam. Sie alle stehen unter dem speziellen Schutz des Kultur- und Naturerbes, die als erfolgreichstes UNESCO Schutzinstrument von 152 Staaten, darunter auch von Österreich, unterzeichnet wurde.
Die facettenreiche Landschaft in ihrer
geschichtlichen und kulturellen Dimension, mit ihren einzigartigen
Höhlensystemen, mit all ihren Erscheinungen von Flora und Fauna, ist
ein so komplexes Phänomen, dass die Region Hallstatt nicht nur
Kulturerbe, sondern auch Naturerbe von international höchstem Rang ist.
Innerhalb der UNESCO-Welterbenliste ist Hallstatt neben dem
Australischen Ayers Rock und einer Insel der Philippinen das einzige
Menschheitsdenkmal, welches beide Aspekte - jenen der Natur und jenen
der Kultur - in sich vereinigt.
Auch die im Aufnahmeantrag der Republik Österreich formulierten Grundlagen, die den strengen Auswahlkriterien der UNESCO letztlich auch standhielten, führten die vielfältigen Bedeutungsebenen an. Überblicksartig lassen sich diese als vier wesentliche Komponenten darstellen, welche die hohe Auszeichnung der UNESCO rechtfertigen:
Das architektonische Erbe
In der Nachfolge des prähistorischen Bergbaues erreichte die
Salzwirtschaft unter staatlicher" Führung ab dem Mittelalter eine
Jahrhunderte währende Blütezeit, die bedeutende Repräsentationsbauten
hinterließ. Bauwerke aus Gotik, Barock (Dreifaltigkeitssäule auf dem Marktplatz entstanden im Jahre 1744. Direkt im Ortszentrum) und Historismus prägen bis heute
das Erscheinungsbild des Salzkammergutes
Das Naturerbe
Die Naturlandschaft der Dachsteinregion, mit ihren
charakteristischen Höhlensystemen und Karsterscheinungen, den
vielfältigen und einzigartigen ökologischen Nischen von Flora und
Fauna, weist die Qualität eines Naturparks von Weltgeltung auf. Die
reichen Salzvorkommen dieser Landschaft stellen die enge Verbindung von
Natur- zu Kulturerbe her. Salz und Salzindustrie wurden hier zum
Kulturgründer" und zur Triebfeder kultureller Entwicklung.
Das kulturhistorische Erbe

Das kulturhistorische Erbe im weitesten Sinne schließt z. B. die
spezifischen, durch das Salzwesen bedingten Bewirtschaftungsformen des
Waldes ein, die das Landschaftsbild erkennbar gezeichnet haben.
Unzählige Beispiele aus Literatur, Kunst, Wissenschaftsgeschichte,
Tourismusgeschichte und Brauchtum stehen in unmittelbarem Zusammenhang
mit der Region "Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut" und sind bis
heute mit ihr verknüpft.
Das archäologische Erbe

Der Salzberg Hallstatt
ist der weltweit älteste, noch heute bewirtschaftete Bergbaubetrieb.
Die reichen archäologischen Funde aus der jüngeren Eisenzeit gaben
einer ganzen Kulturepoche (800 bis 400 v. Chr.) den Namen
Hallstattzeit, welcher international ein Begriff ist. Durch Kontinuität
des Salzabbaues ist das Salzkammergut somit auch die älteste
Industrielandschaft der Welt.
Die Verleihung der Urkunde
Anlässlich der Eintragung des Gebietes "Hallstatt - Dachstein
Salzkammergut" in die Liste des Weltkulturerbes fanden in Hallstatt von
11.-14.06.1998 zahlreiche Feierlichkeiten statt. Die Verleihung
der Urkunde erfolgte in einem Festakt am Samstag, dem 13. Juni 1998 um
15 Uhr im Festzelt beim Salinenareal. Die Ernennungsurkunde wurde vom
UNESCO-Direktor des Welterbezentrums in Paris, Dr. Bernd von Droste zu
Hülshoff, an diesem Tag an den Bürgermeister von Hallstatt, Peter
Scheutz, überreicht.


