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Wir bringen Steine ins rollen...
Die Schleifsteinrüche
- Gehzeit: 2 Stunden
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Ausgangspunkt: Diverse Wanderrouten möglich. Details siehe unten
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Besonderheiten: Auf Fred Feuersteins Spuren. Unterwegs zu den Gosauer Schleifsteinbrüchen. Interessierte, Einheimische und Gäste können im Rahmen der Gosauer Kulturwochen (im Juli und August) mehr über den Schleifsteinabbau erfahren!
- Kontakt: Führungen ab ca. 10 Personen können Sie bei Manfred Wallner / Fon: +43 (0) 6136 8595 buchen.
Vier Hauptaufstiege sind möglich:
1. Von Ramsau, über die Möser, die Pommerwald-straße (links), entlang der Briel-Forststraße, den Wegweisern folgend bis zur Schäfferalm und hier die linke Abzweigung zu den Schleifsteinbrüchen. 3 Stunden;
2. Wesentlich kürzer, aber steiler ist der Weg, der im Bereich der Tankstelle, über die Gosaubachbrücke, über das Leutgebfeld in Richtung Waldrand führt. Ein kurzes, sehr steiles Wegstück gehen Sie entlang des Steinergrabens, bis zum Ende einer Forststraße, wo derweitere Fußweg beschildert und markiert ist. Der Weg führt über die Sattelalm und trifft oberhalb der Sattelalm wieder auf die Briel-Forststraße, der man wie Pkt. 1 bis zu den Schleifsteinbrüchen folgt.
3. Im Mittertal, beim Gasthaus Neuwirt, führt ein Weg von der Schäffergasse ausgehend, unterhalb der Schäfferalm vorbei, auf eine Forststraße. Der Weg überquert die Straße und trifft rechts von der Straffalm auf den Schleifsteinbruch-Güterweg. Diesem folgen wir rechts zu den Schleifsteinbrüchen.
4. Im Hintertal beginnt der Weg beim Gasthaus Gamsjäger. Vom Waldrand gut beschildert und mar-kiert, mehrmals die Forststraße überquerend führt der Weg zu den Schleifsteinbrüchen. Bei nassem Boden können Sie auch die Forststraße benützen, die zwischen Gasthaus Gamsjäger und Gasthaus Gosauschmied beginnt
Mindestens seit dem 16. Jahrhundert war
die Herstellung und Gewinnung von Schleifstein ein bedeutendes Gewerbe
in Gosau. 1563 wurde es erstmalig in einer Abgabenerklärung erfaßt. Die
Schleifsteine werden aus einem Sandsteinlager gewonnen, das vor 150
Millionen Jahren aus einem Meer entstanden ist. In diesem Meer hat es
mehrmals Abrutschungen gegeben, also eine Art Lawinen am Meeresgrund ,
die nach Korngröße sortiert wieder schichtweise abgelagert wurden.
Diese Vorgänge haben sich in geologischen Zeit-räumen oftmals
wiederholt, und so wurden die fein sortierten Sandsteinbänke aufgebaut.
Im Zeitalter der Massenproduktion wurde diearbeits-intensive Gewinnung
dieser Schleifsteine immer unbedeutender und schließlich ganz
eingestellt. Erst in den letzten Jahren wurde die Bedeutung der Gosauer
Schleifsteine wieder entdeckt. Im kleinen Rahmen läuft daher die
Produktion weiter.

