Die Kaiser Franz-Joseph Volksschule

Im Jahre 1872 wurden im Zuge des Reichsvolksschulgesetzes die beiden evangelischen Privatschulen in Goisern und St. Agatha sowie die Ramsauer Volksschule zu zwei öffentlichen Volksschulen - Goisern und St. Agatha - zusammengefasst. In Ermangelung eines geeigneten Schulgebäudes musste man die Kinder der Volksschule Goisern jedoch weiterhin im alten evangelischen Privatschulgebäude (Goisern 100), im „katholischen Schulhaus" (Goisern 3), im heutigen Gasthaus Moserwirt (Goisern 18) und in der Forstverwaltung (Goisern 1) unterrichten. 1899 gründete der Orden der Schulschwestern noch eine eigene katholische Privatschule.

Seit 1885 gab es - aufgrund einer Stiftung Konrad Deublers - auch eine „Schülerausspeisung". 1895 beschloss der Gemeinderat eine Biersteuer, um das Geld für den Bau eines neuen Schulhauses aufzubringen: Jeder konsumierte Hektolite Gerstensaft brachte einen Gulden und fünfzig Kreuzer in die Gemeindekassa. Man mag den damaligen Bierverbrauch auch daran ermessen, dass das neue Schulhaus bereits nach drei Jahren eröffnet wurde. Das Gebäude der „Kaiser-Franz-Joseph-Volksschule" beherbergte ab 1927 auch die örtliche Hauptschule; während des Zweiten Weltkriegs diente es als Lazarett.

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