Als die Mühlräder noch klapperten

Der Mühlbach, den sie hier überqueren, aber auch die Reste von Holzpiloten in der Traun erinnern noch an eine besondere Form der Wassernutzung: Mit einem „Polster" (einer Wehranlage) leitete man die nasse Energiequelle durch ein „Fluder" (eine künstlich angelegte Rinne) zur Mühle, wo es über ein „unterschlächtiges" (also von unten her bewegtes) Wasserrad die Mühlsteine antrieb. Einst gab es in Obertraun vier Mühlen mit angeschlossenen Backstuben, die auch für die Lebensmittelversorgung der Hallstätter Salinenarbeiter wichtig waren. Das hier vermahlene Getreide kam allerdings von auswärts: Die Hofkammer teilte dem landwirtschaftlich kaum nutzbaren Salzkammergut Feldfrüchte, Fleisch und Fett aus dem fruchtbaren „Hofland" im Alpenvorland und im steirischen Ennstal zu.

Die hart arbeitenden Bergleute erhielten verbilligtes „Hofkorn", „Hofschmalz" und andere Lebensmittel, die man - im Gegenzug zum Salz - mühsam herantransportieren musste. In der jüngeren Vergangenheit scheiterten alle Versuche, am Obertrauner Talboden Getreide anzubauen.

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